Die vorliegende Abhandlung zielt darauf ab, mit Schleiermacher den
Zusammenhang zwischen Doing Philosophy und Dialog zu behandeln. Sie geht
daraus, dass Doing Philosophy die philosophische Praxis ist und diese m.a.W.
sprachliche Praxis ist. Darüber hinaus versucht sie den philosophischen Grund
und Sinn des Dialogs erhellen. Dass die Gesprächsführung Doing Philosophy ist,
zeigt sich im Prozess, in dem die Verschiedenheit der Vorstellungen durch den
Dialog zum gleichen Denken erreicht. Denn der Streit beendet im gleichen
Denken, in dem zugleich die Wahrheit des Gegenstandes erscheint. Nach
Schleiermacher unterscheidet sich das die Gesprächsführung ermöglichende
Denken dreiteilig: künsterlisches, geschäftliches und reines Denken. Die drei
Denken bezwecken jeweilig Befriedigung des Lebens, Erreichung des
Handlungzwecks und objektives Wissen. Diese Denken verbinden sich immer
mit Sprache. Der Dialog als philosophische Praxis ist die gegenseitige
Mitteilung. Diese leiten als das Miterfahren vom Heimlichen und
Eigentümlichen das Menschenverhältnis vom formalen zum intimen. Die
gegenseitige Mitteilunge ist keine Beherrschung bzw. Überredung, sondern eine
enthaltsame Mitteilung. Diese schliesst sich zum Mitgefühl an, und dies kann
die gelegentlich zu brechende Innerlichkeit heilen. Daher liegt die Aufgabe der
philosophischen Praxis darin, dass der Berater den Ansprechspatner zum
Selbsterkennen erreichen lässt, indem jener sich zum eingentümlichen Problem
von diesem vertraulich annähert. In der Tat ist das Selbsterkennen des
Ansprechspatners das gleiche Denken von beiden. Somit die philosophische
Praxis kommt auf jeden Fall im Zusammenhang von Doing Philosophy und
Dialog zustande.